Womoreise Rumänien vom 07.05. - 27.05.

Gefahrene Km: 4150
Route:

Länder: Österreich - Ungarn - Rumänien (in jedem Land Vignettenpflicht)
Wir wollen nach Rumänien mit 2 weiteren Womis von unseren Kindern. Eigentlich war geplant, dass ein weiteres Paar mitkommt, aber irgendwie passte schlussendlich der Termin nicht und so waren wir dann mit 3 Fahrzeugen unterwegs. Unsere Schwiegertochter in SPe wollte uns Ihre Heimat zeigen. Eines vorne weg. Es ist ein tolles Land mit sehr freundlichen Leuten und perfekten Stellplätzen. Die Stellplätze waren in sehr gutem Zustand und die sanitären Einrichtungen tlw. neu, aber auch ein bisschen älter. Aber immer sehr SAUBER. Sehr zu empfehlen.
Kaffee während der Fahrt ist jetzt auch möglich

Die Strassen waren in unterschiedlicher Verfassung, die Autobahnen in der Regel sehr gut und die lokalen Strassen hatten schon einige tiefe Schlaglöcher. Wenn man das Geschirr ganz haben wollte, musste man schon sehr konzentriert fahren.
Wir fahren um 14.00 Uhr los und treffen M & M in der Raststätte in Kölliken um gemeinsam die Ferienreise zu beginnen. An diesem Tag fahren wir bis 18:30 Uhr bis nach Landsberg (etwa 300 km.) Am nächsten Morgen gehts ein bisschen früher los (09.30 Uhr). Wir fahren mit einem unguten Gefühl durch Österreich. Wir wissen, dass wir ein bisschen mehr als 3.5 T wiegen und Österreich ist bekannt für seine restrektive Womo Politik. Also versuchen wir mit maximaler Geschwindigkeit durch das Land zu kommen. Vor Wien ist das Gelände sehr hügelig und ich überhole langsame und schwerfällige LKW`s. Plötzlich bei einem Überholmanöver verliert der Turbo an Kraft und die orange Motorenlampe strahlt mich an. Ich versuche rechts auf den Pannenstreifen zu kommen um unser Womi anzuhalten. Dummerweise ist Freitag 16:30 Uhr und wir suchen ein bisschen verzweifelt nach einer Garage. Nach längerem tel. finden wir eine in der Nähe. Er hat ein Compi zum Auslesen der Fehler, was er auch macht. Reparieren kann er nicht, aber den Fehler löschen ist möglich.


Ich versuche die Tourenzahl nicht über 3000 U/min. zu machen. Die ganze Reise ging es mit diesem Verhalten gut. Wir versuchten in Rumänien bei einem Fiat Händler den Fehler zu reparieren, leider ohne Erfolg. (Händler meinte Turbolader ausbauen und nach Italien schicken zur Analyse, ev. einen Neuen bestellen. Unter 5 Tagen wäre es nicht möglich. Wir bedankten uns für die freundliche Unterstützung und fuhren weiter. Trotz Panne fuhren wir bis nach Ungarn auf einen wunderschönen Campingplatz an einem Nebenarm der Donau. Einzig der Froschteich nervt während der Paarungszeit.
Am Abend gegen 23.00 Uhr trifft Fabian und Julia bei uns ein. Ich stehe nochmal auf und wir begrüssen die Beiden. Am nächsten Morgen müssen wir uns ein bisschen beeilen, da wir einen Campingplatz auf einer Insel reserviert haben und wir mittlerweile 3 Fahrzeuge sind. Wir fahren ca. 450 km und kommen um 18.00 Uhr an.
Unsere 3 Plätze sind noch frei. Im Ganzen hat es Platz für 6 - 8 Camper, also doch ein bisschen eng. Wir stehen in Reihe und 2 m geht es runter in den See. Wir bleiben 2 Nächte. Julias Schwester mit Verwandten besuchen uns am Sonntage mit viel feinem Essen. Wir wurden mega verwöhnt, aber es war viel zu viel. Wir hatten noch Essen für 3 Abende. Am Abend kehrte wieder ein bisschen Ruhe ein und wir machten noch einen Spaziergang um den kleinen See. Leider muss man sagen, war ziemlich viel Müll deponiert, der sich in tausend Jahren zersetzte, vielleicht!! Die Insel hat ein Restaurant und wird gerne zu Hochzeitsfeiern genutzt.


Wir gehen in Julias Studienstadt nach Timisoara. Wir brunchen und lassen uns die Stadt zeigen.
Am nächsten Tag geht es weiter nach Santuhalm. Wir brauchen ein paar Sachen und gehen auf den SP und richten uns ein. Die Zufahrt zum SP lässt nicht viel Gutes erahnen, doch der Platz ist super und perfekt eingerichtet mit WC, Dusche und Küche. Am nächsten Tag besuchen wir Julia's Schwester Lily. Wir besuchen nach dem Verzehr von Langosi das Schloss Corvin Castle. Am Abend macht Fabian feine Pizza's. Er hat sogar seinen Pizza Ofen dabei.



Das Kloster Pristop ist eine absolute Empfehlung, wir sind begeistert. Danach besuchen wir einen tollen SP
Wir bleiben 2 Nächte und nachher hat der SP geschlossen, da die Betreiber am Hochzeit Ihres Sohnes sind.
Mit dem Taxi besuchen wir die Stadt Cluj-Napoca. Wir essen in einem feinen Restaurant. Bei mir ist die Stadt besonders als Fussballstadt bekannt. Am nächsten Tag gehen wir mit gemischten Gefühlen in die sensationelle Mine in Turda. Es geht weit unter die Erde und es wird uns bewusst, wie die Minenarbeiter harte und schwere Arbeit leisten mussten, wirklich sehr imposant


Wirklich sehr sehenswert.
Mittlerweile ist schon Samstag der 16.05.26 und wir fahren zum Camping Moon View.
Sehr grosser Platz und super eingerichtet und liegt in der Stadt Sighsoara. Wir waren fast die einzigen, wobei im Verlauf des Tages kamen noch ein paar dazu, zum Glück waren keine Kuschelcamper dabei. Der Betreiber ist sehr nett und aufmerksam und wir benutzen die Duschen, Waschmaschine und sogar den Ping Pong Tisch musste dran glauben.
Weiter geht es in die Stadt Brasov, wo wir den City Park aufsuchen.
Ein typischer Stadtplatz, rundum gesichert und mit Video ausgerüstet. Prima gemacht.
Eine Toilette war vom Vorbenutzer unsauber hinterlassen worden, wir schickten dem Betreiber eine SMS und er schickte die Putz Equipe los. Toller Service.
Wir gingen noch auf den Hausberg mit der Gondel auf Bärensuche, wir fanden allerdings nur die Häufchen des Bären. Ob die wohl wirklich echt waren. Es sollen mind. 3000 Bären in der Gegend leben. Ist schon ein bisschen aufregend, wenn man nie weiss, ob plötzlich ein Bär vor einem steht. Uns passierte das zum Glück nicht.
Wir fahren weiter nach Bran, wo das berühmte Dracula Schloss steht. Wir zahlen den Eintritt und gehen ins Innere. Mike und ich kehren nach 10 Min. Arsch von hinten marschieren wieder zurück. Es hat einfach zuviele Leute auf der Welt und alle versammeln sich am gleichen Ort. Der Portier erklärt uns, dass es heute wenig Besucher hat. Wir suchen uns eine angenehme Beiz und trinken ein Bier. Am nächsten morgen ist Buggie Time. Wir buchen 2 Stk. Wir haben den XXL gebucht wegen mir


Zum Glück regnete es nicht, war aber trotzdem sehr matschig. Auf dem SP hatte es vor unserer Ankunft sehr viel geregnet und wir mussten aufpassen, nicht im Sumpf zu parkieren, was uns auch gelang. Der SP war nur über eine Brücke erreichbar und die war sehr schmal und nicht gerade Vertrauensvoll. Fabian versuchte sich noch mit dem Herdenhund anzufreunden, was allerdings mit viel Gebell missriet.
Es ging weiter in den Himmel Camping, wo es wieder einmal bei Regen Pizza von Fabian gab. Ein sehr schöner CP mit viel schöner Atmosphäre. Beim Ausparkieren am nächsten Tag, drehten sich die Räder in den sumpfigen Boden ein. Mit Müh und Not bekamen wir das Womo auf die Kiesstrasse
Wir fahren weiter Richtung Sinaia durch die Karpaten. Sehr schöne Gegend mit viel Charme und schönen Wäldern. Fabian, Julia und Marietta unternehmen diesen Trip. Wir anderen gehen zum SP.
Weiter geht es nach Fagaras die Stadt besuchen. Wir haben ein Taxi gebucht und lassen uns auch wieder zurück fahren. Gegen Abend zieht ein heftiges Gewitter auf und wir ziehen uns ins Womo zurück.
Am nächsten Tag geht es nach Sibiu. Sibiu ist in der geografischen Mitte von Rumänien und liegt in Siebenbürgen, wo noch viel deutsch gesprochen wird, oder geschrieben. Es ist regnerisch und wir gehen in ein Kaffeehaus namens Wien.

Wir fahren weiter nach Sugag. Sehr abenteuerliche Strasse und das Wetter ist auch nicht toll, kühl und regnerisch. Der SP ist sehr ok. Leider hat Fabian einen Platten. Er hat ein Ersatzrad dabei, als Einziger. Mike und Fabian reparieren den Reifen und flicken das Loch. Sehr praktisch, wenn man Flickzeug dabei hat. Wir gehen früh schlafen unter die warme Decke. Am nächsten Tag gehts in die Stadt Alba Julia. Das Wetter und die Stimmung wird immer besser. Sehr schöne Stadt mit vielen lebensgrossen Bronze Figuren. In Drambar schlagen wir unsere Zelte (Womos) auf. Sher gemütlich und alles zum Nulltarif.
AM nächsten Tag bei herrlichem Wetter schauen wir uns den Bryce Canyon von Rumänien an. Die Zufahrt ist schon sehr anstrengend und der Aufstieg nicht für Alle.. Sebes Rapa Rosie heisst die Gegend.
Langsam geht unsere Reise dem Ende entgegen. WIr fahren eigentlich den Gleichen Weg zurück, wie wir auch angereist sind. In Santuhalm erkennt uns der SP Chef und bringt uns selbst Gebrannten. In Ungarn machen wir am Froschteich halt, da aber gerade Paarungszeit ist, sind die Männchen ausser Rand und Band, wir dagegen eher weniger. Die Treibens die ganze Nacht und Quaken um die Wette. Als ich am nächsten Morgen beim Chef zahlte, fragte er mich, ob alles in Ordnung sei. Ich antwortete mit Ja, ausser die Frösche stören. Er sagte, es wäre im recht, wenn ich sie mitnehmen würde. Haha, schlechter Scherz. Am 26.05. fuhren wir daheim auf unseren Platz. Es war eine super schöne Reise und wir haben einen positiven Eindruck von Rumänien gewonnen. Danke an Alle


Kommentare