Womoreise Ostsee vom 20.09. - 10.10.26

Gefahrene KM: 2825
Route:

Unser Plan war, nach 2 Übernachtungen auf der Insel Rügen zu sein, spätestens. Wir waren nach 6 Übernachtungen in Rügen. Nicht, dass wir eine Panne hatten oder den Weg nicht gefunden hätten, es war überall irgendwie schön und wir mussten unbedingt diese Seenplatte geniessen.
Am ersten Abend schafften wir es nach Würzburg (427 km)zum Stadtstellplatz. Es regnete immer wieder, und wir besichtigten die Stadt. Auf der Brücke zur Innenstadt gibt es auf jeder Seite ein Restaurant mit Weinauschank im Glas, dass man dann im Stehen auf der Brücke trank. Wir stellten unsere Gläser auf die Brüstung und wurden innert Sekunden vom Brückenwärter darauf hingewiesen, dass dies verboten sei. Es gab schon viele Glasstürze und viele Scherben. Dabei wollten wir bloss ein Foto machen! Wir tranken das Glas leer und suchten leicht besäuselt ein Resti zum Essen auf.
Am Montag fuhren wir bei besserem Wetter nach Potsdam (429 km). Ist ein sehr schöner Stellplatz viel vielen Besuchern.


Ab hier hatten wir unheimliches Wetterglück. Trocken, Nachts schön kühl und tagsüber angenehme 20 Grad.
Wir fahren mit dem ÖV in die Innenstadt, die von Holländern gebaut wurde und noch immer das Flair von damals hat. Sehr schöne Altstadt.
Am nächsten Tag gehts nach Mirow (122 km) zum Schloss. Der Stellplatz ist gerade anschliessend an den öffentlichen Parkplatz vom Schloss. Wir besichtigen das Schloss und machen es uns gemütlich rund ums Womo.

Weiter geht es nach zuerst nach Plau (81 km), wo wir das Städtchen besichtigen und Marietta den 2ten von vielen Leuchttürmen besteigt, ich muss leider passen, da meine Ferse sehr schmerzt. Wir essen noch eine Kleinigkeit und fahren wieder ein Stück zurück, da wir den Bärenwald besichtigen wollen. Sehr schön gemacht und man sieht auch Bären in Halbfreiheit. Weiter geht es zur Bootshalle in Malchow zum Übernachten.
Eigentlich wollten wir wieder umkehren, da der Platz sehr nach Industriegebiet aussah. Wir

wurden aber sehr freundlich begrüsst und bekamen einen Platz am Wasser. Neben uns waren Deutsche, die uns im Witz mit "Nicht so nah parkieren" begrüssten. Er spendierte mir ein Bier und wir unterhielten uns. Dabei erwähnte ich, dass einen Einäuger habe. Nachdem ich ihm erklärt habe, was das ist, hat er mir sein Birnen Sortiment gezeigt und wir wechselten die Birne aus. Wir hatten wieder komplettes Abblendlicht, tolle Nachbarschaftshilfe! Wir haben Ihnen ein Stück Käse abgegeben.
Am nächsten Tag ging es weiter nach Waren (27 km). Es zahlt sich aus, früh am Neuen Stellplatz zu sein.
Um 15:00 Uhr war der Platz voll und Schild "besetzt" versperrte die Einfahrt. Wir machten die Altstadt unsicher. Dabei entdeckten wir den Laden Schietwetter, der uns sehr gut gefiel. Entgegen meiner natürlichen Abwehrhaltung gegen Kleidergeschäfte kaufte ich mir einen Pullover in sehr grellem grün. Passt super zu mir. Marietta hatte auch Kauflust, konnte sich aber leider nicht entscheiden. Am Abend buchten wir eine Schifffahrt zu den Kranich Landeplätzen. Leider verliess uns das Wetterglück für ein paar Stunden. Die Landepiste der Kraniche war nicht so gut besucht und ohne Sonne sieht man nicht wirklich etwas, der Service auf dem Schiff war miserabel, da wir am Anfang nichts bestellt haben, wollte sie uns auch nachher nichts mehr bringen. Beim Nachhause laufen fing es dann noch richtig an zu schütten, kein geglückter Ausflug.
Der nächste Tag brachte uns mehr Freude, da es schönes Wetter war und wir noch einen Tag blieben. Endlich mal Rad fahren (23 km). Wir bekamen den Tipp, den Landschaftspflegehof zu besuchen. Es war vollkommen in der Natur und hat uns sehr gefallen bei Kaffee und Kuchen. Die Mitarbeiter dieses Hofes sind Beeinträchtigte Menschen, die einen tollen Job machen.




Der nächste Tag brachte uns endlich nach Rügen. (172km). Wir erreichten Lohme und Paul begrüsste uns bei schönstem Herbstwetter. Er quatschte uns voll und wir blieben 2 Nächte. Die vielen Infos vergassen wieder, uns blieb nur der Königsstuhl in Erinnerung, den wir am nächsten Tag besuchten mit dem Rad. (4 km). Das Zentrum des Nationalparks ist absolut sehenswert. Sehr gut gemacht und informativ.
Am Montag geht es weiter Richtung Kap Arkona (30km Auto, 7km Rad). Das Fischerdorf Vitt erreichen wir mit dem Rad/Fuss. Sehr idyllisch gelegen und auch viele Touris. Mit dem Auto muss man ausserhalb des Dorfes parkieren. es gibt auch einen Stellplatz ohne nichts (Müllentsorgung war möglich), der uns aber sehr gut gefallen hat und wir übernachten nach einer längeren Velotour. Im Sommer wird der Parkplatz wohl sehr voll sein. Am Dienstag geht die Reise zum und auf den Leuchtturm Kap Arkona. Nach der Besichtigung packen wir unsere Räder ein und fahren nach Schaprode (30 km). Damit wir nicht den ganzen Weg zurück fahren müssen, lassen wir uns von der Fähre übersetzen. Kostet etwa 8 €. Sehr praktisch. In Altenkirchen durfte ich endlich mal shoppen. Meine Liebste bediente mich vorbildlich bei der Auswahl. Am Schluss hatte ich 3 Paar Hosen und 1 Paar Schuhe. So einfach geht das!
Wir bleiben nach längerer Diskussion 2 Nächte, da wir auf die Insel Hiddensee mit Schiff und dem Rad erkunden wollen. Nachdem wir den Preis für die Schifffahrt erfahren haben, waren wir plötzlich nicht mehr sicher, ob es uns das wert ist. Wir machten Wäschetag und überlegten hin und her. Ich war eher dafür....... sie eher nicht. Kurz und bündig, Die Wäsche trocknete nicht so schnell und da im Womo kein Platz mehr war, gingen wir aufs Schiff. Es war ein sehr schöner Ausflug mit einer Radpanne, Kette flog raus und kriegte den Sch... nicht mehr auf den Ritzel. Ein Velomech konnte es wieder richten. Ich versuchte meine dreckigen Hände wieder sauber zu bekommen, was nicht ganz einfach war.
Am Do 1.10. geht es weiter nach Stralsund (47 km). Der SP ist sehr schön angelegt und hat extrem viel Platz (102 Plätze) Sehr ebene Plätze und ein bisschen verwinkelt. Uns gefällt es sehr gut.
Wir gehen los in die Altstadt, vermutlich nahmen wir nicht den kürzesten Weg, den wir liefen sicher 30 min. Auf der Webseite des SP steht 15 min. Sehr schöne Altstadt und der Hafen ist auch sehr eindrücklich.
Wir fahren weiter nach Rostock (74 km). Der SP war für mich nicht besonders attraktiv und ich wollte eigentlich nicht unbedingt bleiben. Es ist ein grosser Parkplatz für PW und auf Wasserseite hatte es SP. Wir blieben trotzdem und buchten eine Hafenrundfahrt bei schönstem Wetter und gingen anschliessend in die Altstadt, die keine 10 min. entfernt war. Auch sehr schön und sehr viele Leute. Endlich kauften wir Pizza Messer für zuhause. Als der Hunger kam, gingen wir zum " Hans im Glück", der ziemlich voll war und in einer Ladenstrasse integriert war. Als wir fast fertig waren, wurde durch einen Feueralarm das ganze Einkaufszentrum evakuiert. Nach 15 min. war der Spuk vorbei und Feuer war gelöscht, war wohl falscher Alarm.
Die Nacht war dann erstaunlich ruhig.
Noch ein Hinweis zu den Strassen: Wir fuhren mehrheitlich auf Hauptstrassen, die in der Regel fast immer durch Alleen führten und auch sehr schmal waren, kreuzen war nicht immer einfach. Einmal fuhren wir durch ein Dorf und an der schmalsten Stelle kreuzte uns ein Womo, ich fuhr Schritttempo, der andere kam ungebremst und touchierte meinen Rückspiegel. Es knallte fürchterlich und der kleinere Spiegel fiel aus der Fassung. Er ging allerdings nicht zu Bruck und blieb dank der elektrischen Drähte hängen. Ich fuhr rechts ran und montierte ihn wieder. Der A.... fuhr einfach weiter, obwohl er sicher mitbekommen hat, was passiert war.
Wir fuhren auf die Insel Poel (56 km) zum SP, der nur wenige Plätze hat, aber wir waren früh genug da und konnten einen Platz belegen
Wir erkundeten die Insel mit unseren Rädern. Auch hier gab es einen Leuchtturm, den wir natürlich besuchten. Ein sehr angenehmer Aufenthalt.
Am So geht es nach Wismar (14 km), der SP ist super und auch entsprechend gut belegt, wir sind wieder früh genug vor Ort und können uns einen schönen Platz aussuchen.
Der Hafen ist ganz in der Nähe und wir machen uns auf den Weg. Auf halbem Weg bin plötzlich unsicher, ob ich abgeschlossen habe und die Schuhe drücken, also nochmal zurück. Wir sind fast 10km zu Fuss unterwegs. Zufällig gibt es in Wismar eine Boutique "Schietwetter". Wir finden sie auch und Marietta kommt doch noch zu einer Jacke. Die Verkäuferin war allerdings sehr unfreundlich. Der Einkauf kostete 130€, wir wollten mit 200 € Note bezahlen. Sie lehnte ab, sie habe nicht soviel Retourgeld. Unglaublich!!
Wie wir halt sind, zahlten mit der KK. Am Abend, nach dem Essen, als es schon dunkel war, kam Marietta die Idee, Wismar bei Nacht anzuschauen. Ich war nicht besonders begeistert, liess mich aber dazu überzeugen und wir marschierten los. Es war eigentlich sehr angenehm. Die Leute waren alle zuhause und wir hatten freie Fahrt. Langsam mussten wir ans heim fahren denken.
Wir fahren weiter nach Schwerin (46 km). Die Zufahrt zu unserem SP ist sehr eng, aber der Platz ist sehr schön.
Wir bleiben 2 Nächte und es hat am Hafen seinen Charme. Am 2ten Tag besichtigen wir mit dem Bus Schwerin, besonders erwähnenswert ist das unglaublich schöne Schloss und die schöne Altstadt.
Wir müssen weiter und fahren nach Gifhorn (180 km). Niemand kennt diesen Ort, ist aber sehr schön und der SP ist sehr gut gelegen. Mit den Rädern geht es auf Erkundung. Wir erfahren, dass Gorbatschow hier eine Kirche aus Holz hat bauen lassen.
Wir geniessen die Sonne und die Altstadt die klein aber fein ist.
Wir fahren weiter nach Rotenburg (185 km)zum SP
Das Wetter scheint zu drehen und es wird kalt und nass, wir gehen trotzdem raus.
Wir fahren weiter nach Rothenburg (189 km). Dieser Ort ist sehr touristisch und auch bei schlechtem sehr gut besuchtJetzt wird das Wetter ungemütlich und wir entschliessen uns, am nächsten Tag nach Hause zu fahren, sofern wir es schaffen. Ich nehme dann noch die falsche Route zum Bodensee. Da es immer ein geknorze um Bregenz ist, versuchen wir oberhalb vom Bodensee nach Hause zu kommen, über Stockach, was eine Überlandfahrt bedeutet. Wir schaffen es, nach 434 km sind wir um 15.45 Uhr wieder zuhause. Etwas müde packen wir alles aus und verschieben die Reinigung auf später. Die Tankerei ist schon sehr teuer geworden, eine Vollladung war nicht unter 150€ zu haben. Zum Glück haben wir einen elektrischen PKW.








Kommentare